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  10.

Schopfheim

 Der innere Marktgraben
 mit der alten Lateinschule


1885
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10. Schopfheim. Der innere Marktgraben (innere Stadtgraben) mit der alten Lateinschule.
Zeichnung von Gustav Gebhardt (1885). Stadtarchiv Schopfheim.

Die Zeichnung des Berliner Architekten Paul Gebhardt zeigt die Schule in der Mitte von der Rückseite,
im Hintergrund der Kirchturm der katholischen Kirche St. Michael. Die Straße im Vordergrund entspricht in etwa der heutigen Entegaststrasse.

In dem 1762 errichteten Gebäude besuchte Hebel die Lateinschule und wohnte dort, um die Lateinschule abschließen zu können, ab dem Frühjahr 1773 beim Diakonus Karl Friedrich Obermüller, statt - wie üblich - seine Mutter über das Sommerhalbjahr nach Basel zu begleiten. Im Herbst erkrankte die Mutter schwer und wünschte, nach Hausen gebracht zu werden. Der Vogt von Hausen holte Johann Peter hier ab und zusammen fuhren sie mit dem Ochsengespann nach Basel. Am 16. Oktober auf dem Heimweg verstarb die Mutter angesichts des Röttler Schlosses im Beisein ihres Sohnes. Deshalb wohnte er bis zum Ende dieser Schulzeit und dem Wechsel nach Karlsruhe im Frühjahr 1774 weiterhin bei Obermüller.
 
 

Gedenktafel an dem noch existierenden Gebäude der ehemaligen Lateinschule.