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Stammbuchverse
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Der Eintrag in das
Stammbuch von
F. W. Hitzig
in schönstem "Belchisch".
Es sind aber nur wenige Worte im
Wörterbuch des Belchismus zu finden,
daher bleiben Teile unübersetzbar.
Sicher sind:
Desegeles geinet =
Dengelegeist, böser
Geist
Busröri = Blume
carolise = etwas Geheinmnisvolles
cose-nelig = unglücklich(?) -
ev. zu cosefelict =
glücklich
Holba = Hut-(los?)
neist = feinst
pp = perge, perge = usw.
"
nefagel =
"Stadt
=
Proteopolis =
Lörrach
= Pisis (14. Cyclus)
as des 14. Pisis 1. =
am 17. November
1791
nüpft = knüpft
vester = fester |
33
Baseg haseget ob no
Teres useger netusdâ.
Neise to cose-nelig,
hetasedâs, ofâs Neintel nep
os!
ob to
Desegeles geinet fersa vesto!
Busröri, holba-loose, carolise
deis!
Auf den Neintel Bâregân Nepitez
â
Nêhân no no! - Aceh useterem
mosed neist pp.
"
nefagel as des 14. [M]. I.
arm.
T.
____________________________
auf des Belchens Spitze
Bester, r nüpft die
Ewig keit uns vester! Leb indess im Frieden.
d
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103
Sic pagina iun
Ich bin hier in der Fremde
Und habe nur ein Hemde
Wenn das zur Wäsche springt
So lieg' ich in dem Bette
Wie Phylax an der Kette
Bis man mir's wiederbringt.*
VS
Diese Zeilen widmet Ihnen
bester Freund
Carls.
Durlach. d 28. Apr 78.
Ihr
Sÿmb. Stodic.** ging nach Erlang ergebener
Fr. Hebel der Th. B.
aus dem Baadenschen.
* Verse verm. von Hebel;
der Th. B. = der Theologie Beflissener
Sic pagina 'iun' = so Seite 'unbek.'; VS = unbek.; Sÿmb.
= Symbolisch, Stodic. =
unbek.
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Seinem späteren Freund Pfarrer J. W. Schmidt am
28. April 1778 ins Stammbuch geschrieben.
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Es muß
an meiner Stirn, wenn auch die Erde bebt
Der göttliche Gedanke schimmern:
Daß Jugend glücklich ist, und meine Sele lebt
Auch unter gantzer Welten Trümmern. *
Erlang den 3 Herbstmon. 78
Hochedler Herr,
Angenehmster Freund!
Symb. Non omnia possumus
Laß dich dießes Blatt, auch in der Ferne
omnes
erinnern, an Deinen Dich ewig
liebenden
Freund, Diener und Br. J. P. Hebel, der h. Gg. B.
aus dem Badischen.
* Verse von Johann Peter Uz (1720–1796) - aus "Das Erdbeben"
h. Gg. B. = ?
Symb. = [verm.] symbolisch = sinnbildlich;
Non omnia possumus omnes = Wir können nicht alle alles!;
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An Johann Wilhelm Geltner |
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Wir können vieler Ding' entbehren,
Und dies, und ienes nicht begehren;
Doch werden wenig Männer sein,
Die Weiber hassen und den Wein.
_______________
Dieses schrieb, Bester Merz, zur Erhaltung seines Andenkens
dein dich ewig liebender Fr. Dr. u Br. J . P. Hebel s.
d. Badischen
Erlang im Jul 1779
____________
* Verse von Friedrich Hagedorn (1708-1754) - aus "Das Heidelberger
Fass"
Fr. Dr. u Br. = Freund Diener und Bruder;
d. = dem |

Eintrag Hebels in das Studentenstammbuch von Johann Daniel Merz
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Fehlt innere Ruhe nicht, was fehlet meinem Leben,
Als was entbehrlich ist, und unentbehrlich scheint?
Sollt ich bei jedem Unfall beben,
Und weinen wan die Torheit weint. *
Zum Andenken der ungeheuchelten Freundschaft
von Deinem treuen Freund J. P. Hebel d. Ggbfl.
aus dem Badischen Mosellanus. Erlang im März 1779
* Verse von Johann Peter Uz (1720–1796) - aus "Die Glückseligkeit"
An Johann Heinrich Scherber
Ein ruhig Herz ist unser Theil. *
Zum Andenken der Freundschaft
von deinem aufr. Freund u. Br. J. P. Hebel
aus dem Sausenburgisch Badischen d. G. B. - Erlangen im Sept. 1779
* Vers von Hebel
An Johann Martin Kraft
So sind die Mädchen, wie ihr meint,
Denn keine Menschen? - Nein, mein Freund.
Was sind sie dann, Herr Menschenkenner? -
Lebendige Puppen für die Männer. *
* Verse vielleicht von Hebel
An Bohm (?)
Du lebst nicht bei den Musen,
Gelehrsamkeit zu ernten,
Oft ist sie Eitelkeit.
Du lebst im rothen Löwen,
Den heißen Durst zu stillen,
Der ewig (wie dein Geist) dich brennt! *
* Verse von Hebel
Hebels "Antwort", ein Eintrag in das Stammbuch
seines Studiengenossen Vollmar aus Bayreuth.
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Bei dem Eintrag für Wilhelm Geltner handelt es
sich lt der Aufschrift
eines Bibliothekars links unten um eine Abschrift.
Zieht man die Handschrift in Betracht, dürfte dies stimmen,
bei der Akkuratesse früherer Bibliothekare ist aber davon auszugehen,
dass es eine 1:1 Kopie ist. |
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Autographen - Abb.: BLB Karlsruhe |