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AN SEBASTIAN ENGLER |
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Mein lieber Herr Diaconus! Des Kiefers neue Bitte muß beim Oberamt schon einige Zeit, gelegen seyn, denn gar so weit, ist doch der Weg nach Karlsruh' nicht mit einem Wort der Staats Bericht lief erst am letzten Samstag ein, als thät der 15te kajus seyn. Da bat ich denn den Heidenreich er möchte doch die Sache gleich zur nächsten Montags Session beförderen um Gottes Lohn. Ich selber suchte Sonntags drauf den Herrn Director Stößer auf der iust in seinem Gartensaal Syesta hielt; Herr keine Wahl, hier gilt es Leben oder Tod die Landsmänninn hat grose Noth will niederkommen alle Tag wer weiß, wie lang's noch heben mag, und laßt Ihr ihr den Kiefer nicht so gebt nur Achtung, was geschiecht. Der Herr Director ist ein Mann er sieht die Sachen gründlich an, hört was man sagt, und sagt mans schlecht so legt ers selber noch zurecht, wie Ihr es denn auch machen sollt wenn Ihr mich recht verstehen wollt. Kurz er spricht, Ja! ein Mann ein Wort, darauf ging ich zum Holzmann fort, der sagt, wenns der Director will, so bin ich schon im Voraus still. Alsdann ging ich der Schloßkirch zu hielt in derselben Abendruh, und als die Kirch geendet war ging ich zum Drechsler, denn fürwahr nach einem wohlgelungenen Werk und nach des Schlafes Herzensstärk, + |
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schmekt unser einem um und an, ein Pfeiflein Tabak lobesan. Am Mondtag, daß ich's kürzlich faß, ward unanim beschlossen daß, es besser sey die Mutter hab, zu der verschloßenen Gottesgab, die sie noch unterm Herzen nährt, den Vater, als wenns länger währt. Die Leut sind also dispensirt, und morgen wirds schon expedir t und geht durch meine sichre Hand, nach Lörrach ab, ins Oberland. Herr Engler hört das freut mich sehr, und gebt dem Kiefer Rath und Lehr daß er sogleich die Stiefel salb und mornderigs des Brichtes halb, spazier nach Lörrach drauf und dran ein Schöple trink im Wildenmann, und wenns ihm hat geschmeket wohl, bei Ober Amt den Trauschein hol. Gott segne dann das Brautpaar ein, Des Eccards Sach steht gar nicht fein der arme Teufel stekt sehr tief und schreibt mir manchen langen Brief, daß mir oft zittert Herz und Bauch, was Ihr versprecht das haltet Und zeiget den Verfolg mir an, nehmt selber ein Exempel dran. Der liebe Gott spar Euch gesund, Herr Sander läßt Euch grüßen, und vergessen hab' er Euerer nicht er werd Euch wenn das Grund Eis bricht schon schreiben wie's ergangen sey ; ich wünsch' ein fröhliches Juhey! und bin bei Sonnenschein undNebel Euer redlicher Freund Hebel. |
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* Im Autograph nicht enthalten [...] Datum nicht gesichert
Korrigiert wurden bei der bisher vorliegenden (Zentnerschen) Version Bemerkenswert ist die fast schon
kalligraphische Ausprägung der |
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