XXXXX   Allgemeine Betrachtungen
  zurück xxxxxxxxxxx

TEXT 59

       

 

Wäre es wünschenswerth, zum zweiten mal geboren zu werden  
zum zweiten mal zu leben?

       
I    Das nämliche Leben mit allen seinen Verbindungen
         
1,   Unmöglich. Warum

2.   Der Wunsch unklugüberlegt    1. 2.

3.   seine Erfüllung zwecklos.
      Du wirst am Ende des zweiten Lebens nicht weiser, nicht
      zufriedener, nicht reifer für die Ewigk. seyn - oder es wäre
      nicht das nämliche L. gewesen.

       
II    Ein neues möglich xxüh* Aber
         
1,   mit Bewußtseyn des vorigen. So oft gew.**
      a   abermal unmöglich    Kind - Jüng.

2.   Unnötigbefriedige[nd]   Du wirst immer vergleichen.
      Immer vermissen.        Arm   Reich

3.   Unnötig   Du würdest dich doch nicht bessern.
      Traue dir nicht, so lange du in deinem gegenwärtigen Leben
      deine Erfahrungen nicht besser würdigst.***

       
b    ohne Bewußtseyn ganz unnütz.
      Vielleicht ist dis dein
             Utes
#
     
     

________________________________________________________

     

 

 

* Buchstaben und daher Wort insgesamt nicht lesbar

** gew. = 'gewünscht' oder 'gewollt' ?

*** Wort unsicher

# Text bricht hier unvermittelt ab, Wort auch deshalb unklar

 

 

      Transkription nach dem Autograph (Digitalisat der BLB Karlsruhe S. 188 + 189).
 

Dieser Text dürfte der Schrift nach um oder sogar nach 1820 entstanden sein,
er ist sehr schwer zu lesen, was einerseits an der "flüchtigen" Handschrift, andererseits am sehr schlechten Erhaltungszustand liegt - möglicherweise tragen Papier, minderwertige Tinte und eine abgenutzte Schreibfeder dazu bei.