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AN KARL VON ROTTECK

 

 

   
Sie sagten mir, bester Hofrath an

ihrer Abreise v. hier, daß Bernauer  
6 Louisd' zu viel von Ihnen erhal- 
ten habe, u. gaben mir Auftrag 
deswegen. So viel ich mich er- 
inere, hielten Sie es für unbe- 
denklich daß er diese Sume als 
Vorempfang anerkante u. eins- 
weilen in Händen behielte. B. aber 
versprach mir sogleich die 
bare Rückzahlung. Ich war da- 
mals in einem großen Drang 
n. Geschäften u. Zerstreungen. 
Aber auf irgend eine Weise 
ist die Sache in Ordnung ge- 
bracht. Nur weiß ich nimer  
wie. Aber Ihnen habe ich es 
geschrieben, u. bitte Sie daher  
mir wieder Auskunft dar- 
über zu geben. Vielleicht ha- 
be ich das Geld von ihm em- 
pfangen, u. aus Versehen zu 
dem meinigen gethan. Ich 
weiß es nicht. So Gott will, 
wißen Sie es. Bernauer ist, wie 
ich gestern erfuhr, in Unter- 

     
suchung. Das wäre ein schlimer Um-

stand, wen wir das Geld nicht
 
hätten. Wen er bezweifelt hat, so
 
muß er zwar eine Quittung von
 
mir haben. Aber ich möchte ger-
 
ne es angehen, danach fragen
  
zu müßen. Ich bitte Sie daher,
 
mich mit umgehender Post aus
 
dieser Ungewißheit zu reißen.
 
Mit e. edlsten Hochachtung u.
 
Freundschaft
 

                      Ihr

CR. d. 11ten Febr.

                  1820

                              ergebenster
                                      Hebel
    
     


















 
 
                        Herrn Hofrath
                          u. Professor
 

                            v. Rotteck

                                      in
 
frei
                                          Freiburg
                                                  B.
 
   

 

 

Quelle:

Veröffentlichungen aus dem Archiv der Stadt Freiburg i. Br.

K 1/25 Nachlaß Karl von Rotteck (1775 - 1840)

darin enthalten folgende Position:

651 Hebel, Johann Peter. 4 Briefe (Originale);

darunter:

3 Briefe an
Karl von Rotteck [11. 2. 1820, 18. 2. 1820, 18. 12. 1821]

 
   

 

Um was für eine Untersuchung es sich handelte, ist nicht bekannt und geht auch nicht aus dem 1 Woche später folgenden Brief Hebels an Rotteck hervor. Da Hebel auch keinen Vornamen nennt, ist die Person, ev. ein Geistlicher - oder jemand aus der 1. Kammer des Badischen Landtages (dem Hebel seit 1819, Rotteck seit 1818 angehörten), nicht zu ermitteln.

 

m =  mm; n =  nn

 
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