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Hebel-Plakette 2024 für Martin Bühler |
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Am Hebelabend, dem 4. Mai 2024 hat die Gemeinde Hausen im Wiesental die 65. Johann-Peter-Hebel-Gedenkplakette an Martin Bühler verliehen. Die Verleihungsurkunde hat folgenden Text: Die Gemeinde Hausen im Wiesental verleiht dem Alt-Bürgermeister Martin Bühler aus Hausen im Wiesental die Johann-Peter-Hebel-Gedenkplakette 2024 Gemeinde Hausen im Wiesental am 4. Mai 2024 Philipp Lotter Bürgermeister ![]() Bürgermeister Philipp Lotter (rechts) überreichte seinem Vorgänger Martin Bühler beim Hebelabend die Hebel-Gedenkplakette 2024 der Gemeinde Hausen. Foto: Roswitha Frey Wir gratulieren der Plakettenträgerin ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.
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Der ehemalige Bürgermeister Martin Bühler ist beim Hebelabend mit der Hebel-Gedenkplakette geehrt worden. Laudator Thomas Schmidt würdigte Bühlers verdienstvolles Engagement. 24 Mal hat Martin Bühler in seiner Amtszeit als Bürgermeister von Hausen die Johann Peter Hebel-Gedenkplakette an verdiente Persönlichkeiten vergeben. Nun hat der frühere Rathauschef selber diese hohe Auszeichnung der Gemeinde erhalten. Beim Hebelabend in der vollbesetzten Festhalle überreichte Bürgermeister Philipp Lotter die Hebel-Gedenkplakette 2024 an seinen Vorgänger. Lotter begrüßte erstmals als Bürgermeister von Hausen die Gäste zum Hebelabend. Die Werke von Hebel, des "Meisters der Sprache", zu ehren und hochzuhalten, auf diese Tradition sei man stolz. Und es sei ihm eine große Ehre" seinen Vorgänger Martin Bühler als 65. Träger der Hebel-Plakette auszuzeichnen. Bühler habe sich in besonderer Weise um das Kulturerbe Hebels und die alemannische Sprache verdient gemacht. "Glücksfall für Hebel, für Hausen, für die Kultur im Wiesental, im Ländle und darüber hinaus"
Laudator Professor Thomas Schmidt vom Deutschen Literaturarchiv Marbach
bezeichnete Bühler als "Glücksfall für Hebel, für Hausen, für die Kultur
im Wiesental, im Ländle und darüber hinaus". In Sachen Hebel und Kultur
der Region sei Bühler auch außerhalb Hausens außerordentlich engagiert,
sagte der Leiter der Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und
Gedenkstätten in Baden-Württemberg. Das Engagement war nicht an Ämter gebunden Vor allem hob der Laudator Bühlers Einsatz für das Hebelhaus hervor. Es sei nicht leicht gewesen, dem Heimatmuseum ein neues Gesicht zu geben und es zu einem Ort zu machen, der ganz seinem einstigen Bewohner und dessen Werk und Wirkung gewidmet sei. Bühler habe diese "kluge Vision" und "mutige, richtige Entscheidung" für das Literaturmuseum mitgetragen und durchgesetzt. Schmidt bescheinigte Bühler die "Gelassenheit und Besonnenheit Hebels". Er erinnerte an ein Seminar mit Studierenden der Universität Freiburg, bei dem Bühler Passagen aus der "Wiese" und der "Vergänglichkeit" rezitierte: "Ein Bürgermeister als literarisches Gedächtnis einer ganzen Region, der Bürgermeister, der Hebel auswendig kennt" – das habe Eindruck gemacht. Gemeinsam mit dem Hebelbund und der Basler Hebelstiftung habe Bühler den Hebelwanderweg vom Feldberg die Wiese entlang konzipiert und für dessen Finanzierung und Umsetzung gesorgt. Schmidt erwähnte auch Bühlers Einsatz für den Lernort Literaturmuseum Hebelhaus. Bühlers Engagement für Hebel und die Kultur im Wiesental sei nicht an seine Ämter gebunden gewesen. "Hier war der ganze Mensch Martin Bühler aktiv, mit dem ganzen Herzen bei der Sache". Bühler verweist auf Kafka "Unverhofft kommt oft", war die erste Reaktion des Geehrten in seiner Dankesrede. Nur ein Jahr nach seiner Verabschiedung stehe er nun wieder hier auf der Bühne, sagte Bühler. Es freue ihn riesig und es sei für ihn eine große Ehre, sich die Reihe verdienter Plakettenträgerinnen und -träger einzureihen. "Was wäre Hausen ohne Hebel? Was wäre ich ohne Hebel?", betonte Bühler seine Verehrung für den Dichter und verwies auf sein Lieblingszitat von Kafka: "Sehr gut wäre zeitweilig Hebel". In den 35 Jahren seines Wirkens in Hausen, davon 24 Jahre als Bürgermeister, habe er viele inspirierende Menschen kennen gelernt. Und er werde Hebel treu bleiben, versprach Bühler. Der 200. Todestag des Dichters 2026 sei Grund genug, dass die Hebelfreunde und -institutionen zusammen etwas auf die Beine stellten.
Textauszug: Roswitha Frey, BZ vom 5.5.2024 |
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