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Theokrit's XV. Idyll:
 
"Die Syrakuserinnen"

 

oder "Die Adonis-Feier“
 
('Nach J. P. Hebel's Uebersetzung.')

 

Dieses Idyll ist ein kleines mimisches Drama (in 1 Akte und 3 Scenen); der Hauptgegenstand desselben ist die „Adonis-Feier“ (unserem Christkind-Fest im äusseren Arrangement sehr ähnlich); jedoch soll zugleich das Königshaus der Ptolemäer wegen seiner Verdienste um Aegypten dadurch verherrlicht werden.*

    Gorgo, Eunoa, Praxinoa, eine alte Frau, ein Fremder.

(I. Scene. Im Hause.)
 
   
 

Gorgo:

Praxinoa:



Gorgo:

Gorgo:





Praxinoa:




Gorgo



Praxinoa:


Gorgo:

Praxinoa:



Gorgo:









Praxinoa:




Gorgo:


Praxinoa:








Gorgo:


Praxinoa:



Gorgo:

Praxinoa:



 

Ist Praxinoa drinnen?

Liebe Gorgo, wie spät? Ich bin da. Es ist ein
Wunder, dass du auch nun kommst. Bring ihr
einen Sessel, Eunoa; leg’ auch ein Kissen drauf.

Sie hat’s, Beste.

O des unbezwinglichen Muthes! Kaum wurde ich
gerettet, Praxinoa, vor dem großen Schwarm und
vor den vielen Wagen; nichts als Stiefel und nichts
als Männer in Kriegskleidung. Der Weg ist unendlich
und du wohnst so weit von mir weg.

Dies hat der Querkopf am Ende der Welt gemiethet,
ein Loch, kein Haus, damit wir keine Nachbarinnen
von einander wären, zum Zank der Neidhart immer
derselbe.

Nenne nicht deinen Mann, Liebe, den Deinon, so,
in der Gegenwart des Kleinen; schau’, Freundin,
wie er dich ansieht.

Sei zufrieden, Zopyrion, Zuckerkind, ich meine
nicht den Papa.

Das Kind merkt’s, bei der Göttin; - brav' Papa!

Der Papa hat neulich (ich sag’ als zu Allem „neulich“)
Seife und Schminke aus dem Laden holen sollen,
und brachte mir Salz, der 13 Ellen lange Mensch!

Eben so ist auch Diokleides, die Pest des Geldes;
um 7 Drachmen kaufte er gestern Hundshaare,
abgezogen von alten Taschen, fünf Felle, Überzüge
von alten Mantelsäcken, lauter Unrath, so kommt
Eins auf's Andere; aber geh', nimm das Ueberkleid
und das Haftengewand. Wir wollen zum Palast des
Königs, des reichen Ptolemäus, gehen, um den
Adonis zu sehen. Ich höre, dass die Königin etwas
Schönes ausrüste.

Bei den Reichen ist Alles reich. Du könntest von
Dem, was du gesehen hast, und was du sagst, dass
du gesehen habest, Einem wohl etwas erzählen, der
nichts gesehen hat.

Wär' es doch Zeit zu gehen; die Müssigen haben
immer Feiertage.

Eunoa, nimm das Gespinnst weg, und leg mir's
noch einmal in die Mitte, du Weichliche; die Katzen
wollen weich schlafen. Reg' dich, schnell Wasser her;
Wasser brauch’ ich zuerst. Wie sie das Gespinnst trägt!
Gib's her; giess' nicht so viel Wasser auf, Unersättliche;
Unselige, was machst du mir das Kleid nass? genug;
wie es den Göttern gefiel, so bin ich gewaschen! Wo ist
der Schlüssel zur grossen Kiste? Hierher damit!

Praxinoa, schön steht dir dies faltige Spangengewand;
sage mir, wie theuer ging es dir vom Webstuhl?

Erinnere mich nicht daran, Gorgo, theurer als eine Mine
reinen Silbers, auch als zwei; dazu hat mich das Werk
fast das Leben gekostet.

Aber es fiel dir auch nach Wunsch aus.

Wo lässest du denn das Oberkleid? bring mir auch den
Sonnenhut; setz' mir ihn ordentlich auf; ich kann dich
nicht mitnehmen, Kind; Wauwau, Gaul beisst; wein du
so viel du willst; du sollst kein Krüppel werden! Lass
uns gehen; Phrygia, nimm den Kleinen und spiel’ mit
ihm; lock den Hund herein und schliess das Hofthor zu.

 

Die handelnden Hauptpersonen sind zwei befreundete (bürgerliche) Frauen aus Syrakus, welche zur Zeit ihren Wohnsitz in Alexandrien haben. Die Eine besucht die Andere, um sie zum Adonis-Fest im königlichen Palast abzuholen. Ehe sie das Haus verlassen, wird mit sehr naiver und liebenswürdiger Geschwätzigkeit Allerlei, darunter das Hauswesen, Putz und Mode, sodann die bevorstehende Adonis-Feier besprochen, ganz besonders aber — wie dies auch heutzutage bei solchen Visiten manchmal vorkommen dürfte — die Unfreundlichkeit, Taktlosigkeit und Geldverschleuderung ihrer Ehemänner in sehr drastischer, sehr naiver und wahrhaft reizender Weise verhandelt und bespöttelt, jedoch unbeschadet der souveränen Oberherrschaft derselben.
In dieser Scene feiert unser Dichter, tiefe Lebenskunde, wie launige Darstellung betreffend, seinen schönsten Sieg! Die Charaktere sind durchweg prächtig gehalten.*

* Erläuterungen verm. von F. Weissgerber, nicht von Hebel.




Theokritos (altgriechisch Θεόκριτος, deutsch Theokrit; um 270 v. Chr.) war ein antiker griechischer Dichter. Er war der Schöpfer und Hauptvertreter der bukolischen Poesie der Griechen. Die Bukolische Dichtung (von griechisch βουκόλος  deutsch Rinderhirte) bedeutet „Dichtung, die sich auf das Leben der Rinderhirten oder, im allgemeineren Sinne, auf Hirten aller Art bezieht“.

Theokrit stammte höchstwahrscheinlich aus Syrakus. Er scheint einen Teil seines Lebens in der östlichen Ägäis verbracht zu haben; erkennbar ist ein besonderer Bezug zu Kos. Sein Gönner waren Hieron II. von Syrakus (Idylle XVI) und der ägyptische König Ptolemaios II. (Idylle XVII).

Unter Theokrits Namen sind außer einer Anzahl von Epigrammen 32 größere Gedichte überliefert, sogenannte Idylle (Eidyllia). Sie haben meist eine dramatische Form und sind teils künstlerische Nachahmungen des Wechselgesangs der sizilischen Hirten, teils stellen sie Szenen des Alltagslebens dar, während andere mythologische Erzählungen enthalten, noch andere rein lyrischer Natur sind. Bei ihrer Schöpfung  stand Theokrit vor allem unter Einfluss des Mimus, einer vielfältigen und populären Form des antiken Theaters. Mimen sind kleine Possenspiele bzw. deren literarische Umsetzung, in welchen das Alltagsleben parodiert wird.
    (II. Scene. Auf der Strasse.)
 
   

Praxinoa:















Gorgo:


Praxinoa:



Gorgo:

Die Alte:

Gorgo:

Die Alte:


Gorgo:

Praxinoa:


Gorgo:

Praxinoa:







Der Fremde:

Praxinoa:

Der Fremde:

Praxinoa:

 

 

 O Götter, welch' ein Schwarm, wie und wann soll man
aus dieser Gefahr kommen? Ameisen ohne Zahl und
Maass! Viele schöne Anstalten hast du gemacht,
Ptolemäus. Seitdem bei den unsterblichen Göttern
dein Vater ist, beschädigt kein Bösewicht den
Gehenden, auf ägyptische Weise herzuschleichend;
was vormals aus Betrug zusammengesetzte Männer
spielten, einer wie der andere, schlechte Gesellen,
lauter Lumpengesindel. Liebste Gorgo, was wird
aus uns werden!
Die Reiter des Königs Ptolemäus! Lieber Mann, überreit’
er mich nicht. Kerzengerad steht der Fuchs in die Höhe!
Schau’, wie wild! Verwegene Eunoa, fliehst du nicht?
Er wird den Lenker zu Grund richten. Gott Lob, dass
ich mein Kind zu Haus liess!

Sei ruhig, Praxinoa, schon sind wir hinten. Die sind auf
den Platz geritten.

Ich sammle mich schon wieder. Das Pferd und die kalte
Schlange fürchte ich am meisten von Kindheit an; wir
wollen eilen; welch' ein Schwarm strömt uns entgegen?

Von Hof', Mütterchen?

Ja, Kinder!

Kann man gut hineinkommen?

Durch Versuch kamen nach Troja die Achäer. Schönstes
Kind, durch Versuch wird Alles gelingen.

Die Alte hat wie ein Orakel gesprochen.

Alles wissen die Weiber, sogar wie Zeus die Hera
heirathete.

Schau', Praxinoa, welch Gedräng' um das Portal.

Fürchterlich; Gorgo, gib mir die Hand; halt' auch du,
Eunoa, die Eutychis; halt' sie fest, dass du nicht verloren
gehst. Alle wollen wir zugleich eindringen; halt' dich fest
an uns, Eunoa. O ich Unglückliche! eben ist mir mein
Sommerkleid entzwei gerissen worden, Gorgo, um's
Himmels willen, wenn du glücklich sein willst,
Mann, gib auf mein Oberkleid Acht.

Es steht nicht bei mir, doch will ich Acht geben.

Ein dichter Schwarm! Sie stossen wie die Säue.

Sei zufrieden, Frau, wir sind geborgen.

Auf ein Jahr und länger mögest du glücklich sein,
lieber Mann, für deinen Schutz; der gute und mitleidige
Mann! Eunoa wird uns zerdrückt; geschwind,
Schüchterne, dräng’ dich durch. Herrlich! Alle
drinnen, hat Der gesagt, der die Braut einschloss.

 

  Adonis = In der griechischen Mythologie ist Adonis das Sinnbild der Schönheit und der Vegetation und einer der Geliebten der Aphrodite Er wird als wunderschöner Jüngling beschrieben.

Ptolemäus = Ptolemaios I. Soter (* 367/66 v. Chr. in ; † 283/82 v. Chr. in Alexandria) war einer der Generäle Alexanders des Großen und dessen Freund sowie später einer der Diadochen und Begründer der hellenistischen Ptolemäerdynastie in Ägypten.

Achäer = Als Achaier oder Achäer (griechisch Achaioí) im engen Sinne wurde im antiken Griechenland die Bevölkerung der Landschaft Achaia im Nordwesten der Peloponnes bezeichnet. Einwohner Achaias gründeten auch einige Kolonien in Unteritalien und auf Zypern In Homers Epen dagegen steht die Bezeichnung Achäer, neben Danaer und Argiver, allgemein für die Griechen, die gegen Troja kämpften.

Acheron = In der griechischen Mythologie ist er einer der fünf Flüsse der Unterwelt, in den die anderen, Styx, Kokytos, Phlegethon und Lethe einmünden. Er gilt – neben der Styx – als Totenfluss, über den Charon mit seiner Fähre die toten Seelen in den Hades bringt.  Gelegentlich wird Acheron auch als Synonym für den Hades selbst benutzt. An seiner Mündung stand der Sage nach ein Totenorakel.

Ambrosia = „Speise der Götter“ kommt in der Ilias und in der Odyssee von Homer als unsterblich machende Speise der Götter vor. Den gewöhnlichen Menschen wird sie vorenthalten, wie man aus der Kalypso-Episode der Odyssee ersehen kann.

Korinth = Eine antike griechische Stadt beim Isthmus von Korinth, also der Landenge, welche die Peloponnes und das griechische Festland verbindet. Der große Tempel auf seiner Akropolis (Akrokorinth) war der Aphrodite gewidmet. Korinth war einer der wichtigsten Orte des Aphroditekults. Laut einigen Quellen gab es beim Tempel der Aphrodite mehr als eintausend Tempeldienerinnen.

Bellerophon = ist ein Held der griechischen Mythologie. Mit Hilfe des fliegenden Pferdes Pegasos tötete er die Chimära. Die Sage von Bellerophon wird bereits von Homer in der Ilias ausführlich geschildert.

Argiverin = Argiverin Timonassa, in 2. Ehe Gattin des Peisistratos.

Sperchis = Bulis und Sperchis aus Sparta begaben sich als Freiwillige zu Xerxes, dem König der Perser, um die Genugtuung zu leisten, die Sparta laut einem Orakelspruch schuldete, da das Volk die Boten getötet hatte, die der Perser zu ihnen gesandt hatte. Sie traten vor Xerxes und baten ihn, sie auf jede ihm beliebige Weise als Sühne für den Tod der Boten zu töten.
 
       

(III. Scene. Im königlichen Schlosse.)
 

   
   

Gorgo:



Praxinoa:








Der Fremde:



Gorgo:






Praxinoa:



Gorgo:




Die Sängerin:














































Praxinoa:


 

 

Praxinoa, da geh' her; schau' die mannichfaltigen
Teppiche zuerst an, wie zart und fein; der
Götter Teppiche möchte man sie nennen!

Himmlische Athene, welche Weberinnen fertigen Das,
welche Maler zeichneten die schönen Fi
guren? Wie
natürlich stehen sie da, und wie natürlich drehen sie
sich, belebt und nicht gewebt; ’s ist doch ein weises
Ding, der Mensch! Wie prächtig er auf sil
bernem Bette
da liegt, den ersten Flaum von den Schlä
fen werfend,
der dreimal-geliebte Adonis, der auch im Acheron
geliebt wird.

Stille doch, ihr unseligen, Un
nützes schwatzenden
Turteltauben; sie betäuben alles mit ihrem breiten
Geschwätz!

Mein! wo ist denn er her? Was geht’s ihn an, wenn wir
redselig sind? Seinen Mägden befehl’ er, Syrakuserinnen
will er befehlen? Dass er auch Das weiss, wir stammen
von Korinth her, eben so gut wie Bellerophon,
peloponesisch reden wir; dorisch zu reden, ist, hoff ich,
doch wohl dorischen Weibern er
laubt!

Möchte doch Keiner, Holdselige, unser Herr sein, ausser
Einer. Ich kümmere mich nichts, dass er mir den leeren
Scheffel abstreiche.

Still jetzt, Praxinoa! Sie will den Adonis singen, der
Argiverin Tochter, die kundige Sängerin, welche den
Sperchis sogar im Klaglied besiegte. Sie wird, ich weiss
es gewiss, was Schönes singen; schon schickt sie sich an.

Göttliche, die du Golgos und Idalion liebtest, und den
hohen Eryx, mit Gold spielende Aphrodite, was für einen
Adonis haben dir vom immer strömenden Acheron im
12ten Mond mit leisem Tritte die Horen gebracht! Die
langsamsten der Seligen, aber ersehnt kommen die
geliebten Horen, allen Sterblichen stets etwas bringend.
Dionäische Cypris, du machtest unsterblich aus einer
Sterblichen, so sagen die Men
schen, Berenika, Ambrosia
in die Brust der Königin träufelnd; nun beehret,
Geschenke bringend dir, Namen- und Tempelreiche, die
Tochter Berenikens, Arsinoa, der Helena ähnlich, mit
allem Schönen den Adonis. Neben ihm liegen Früchte,
so viel als des Baumes Gipfel tragen ; neben ihm niedliche
Gärten, umzäunt mit silbernen Körben, und, voll syrischer
Salbe, goldene Alabaster-Fläschchen; Speisen, so viel
die Weiber in der Form bereiten, allerlei Blüthen mischend
mit weissem Mehl, und was nur vom süssen Honig und
in glattem Oel bereitet wird; alle geflügelten und
wandelnden Thiere sind ihm da. Grüne Lauben, mit
zartem Dill bedeckt, sind erbaut; junge Liebesgötter
schweben darüber, sowie junge Nachtigallen, sitzend
auf den Aesten derBäume, fliegen, die Schwingen
versuchend, von Ast zu Ast. O Ebenholz, o Gold, o Adler
von weissem Elfen
bein, die ihr den Mundschenken Zeus
dem Kroniden bringt. Purpurne Teppiche oben, weicher
als der Schlaf, wie Milet sagt und wer Samos bewohnt.
Bereitet ist ein eigenes Lager dem schönen Adonis; in
einem liegt
Cypris, im andern der rosenarmige Adonis,
der 18 oder 19jährige Bräutigam. Nicht sticht der Kuss;
noch ist’s ihm röthlich um die Lippen. Nun freue sich
Cypris, da sie ihren Gemahl hat. Frühe bei der Morgen-
röthe, wenn es thauet, versammelt, werden wir ihn
hinaustragen zu den an’s Ufer schlagenden Wel
len;
aufgelöst das Haar, und das Busengewand gesen
ket bis
zum Knöchel, mit entblösster Brust, lasst uns süssen
Gesang beginnen: „Du gehst, geliebter Adonis, hierher
und in den Acheron, du unter Halbgöttern, wie man
sagt, der Einzige; nicht widerfuhr dies Agamemnon,
nicht Ajax, dem grossen schwerzürnenden Helden,
nicht dem Hektor, dem geehrtesten von Hekabe’s 20
Söhnen, nicht Patroklos, nicht Pyrrhos, von Troja
zurückkehrend, nicht den noch früheren, den Lapithen
und Denkalionen, nicht den Pelopiden und Pelasgern
im äussersten Argos. Sei nun gnädig, geliebter Adonis,
und freue dich auf's neue Jahr.*)  Nun kamst du, Adonis,
und wenn du wieder kommst, wirst du uns lieb kommen.

Ein weises, weises Ding, ist doch die Frau! Die Glückliche,
wie viel sie weiss, die überaus Glückliche, wie süss ihre
Stimme ist! Doch es ist Zeit nach Haus. Diokleides hat
noch nicht gegessen und der Mann ist überaus scharf;
dem Hungrigen nahe dich ja nicht. Leb' wohl, Adonis,
geliebter, und komme zu Glücklichen! -


____________________________________________
*) Nämlich freue dich auf die Rückkehr zur Aphrodite; 6 Monate
    brachte er bei ihr, und 6 Monate bei Proserpina zu.

 

 

  Cypris = ein poetischer Name für die Göttin Aphrodite.

Athene = ist eine Göttin der griechischen Mythologie. Sie ist die Göttin der Weisheit, der Strategie und des Kampfes, der Künste, des Handwerks und der Handarbeit sowie Schutzgöttin und Namensgeberin der griechischen Stadt Athen. Sie gehört zu den zwölf olympischen Gottheiten.

Golgos = Sohn von Adonis und Aphrodite, Gründer der Stadt Golgoi auf Zypern.

Idalion = In Idalion auf Zypern wurden besonders Aphrodite Idalia und ihr Geliebter Adonis verehrt. Nach der antiken Mythologie wurde Adonis in der Gegend von Idalion von einem Eber getötet, der von dem eifersüchtigen Ares geschickt worden war. Aus dem Blut des Getöteten wuchs das Adonisröschen hervor.

Eryx = Er war ein Sohn der Liebesgöttin Aphrodite und des Argonauten Butes und herrschte im Westen Siziliens.
 
Berenike = * um 340 v. Chr.; † vor 268 v. Chr., war eine adlige Makedonin, die in zweiter Ehe den Diadochen und späteren ägyptischen König Ptolemaios I. heiratete, von dem sie Mutter der Arsinoë II. und des Ptolemaios II. wurde.

Arsinoa = Arsinoë II. Philadelphos, * um 316 v. Chr.; † Juli 270 oder Juli 268 v. Chr. gilt als die erste bedeutende weibliche Persönlichkeit der in Ägypten herrschenden Dynastie der Ptolemäer. Bekannt war Arsinoë II. vor allem durch ihre dritte Ehe mit ihrem Vollbruder Ptolemaios II. (Geschwisterehe). Noch zu ihren Lebzeiten ließ ihr Ptolemaios II. einen göttlichen Status zuerkennen und stiftete nach ihrem Tod zu ihrer Verehrung einen in ganz Ägypten und im östlichen Mittelmeerraum bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. zelebrierten Arsinoë-Kult.

Agamemnon = Er ist in der griechischen Mythologie der Anführer der Griechen im Trojanischen Krieg und nach den meisten erhaltenen Varianten des Mythos Herrscher von Mykene

 Ajax
= Aias der Telamonier, auch Ajax der Große genannt, ist einer der griechischen Haupthelden des Trojanischen Krieges.

Hektor =
ein Prinz von Troja. Er ist der wichtigste Held und Heerführer Trojas im Trojanischen Krieg.

Hekabe
= Sie war der griechischen Mythologie zufolge eine Tochter des phrygischen Königs Dymas oder des Kisseus oder des Sangarios und der Metope und die Gattin des Priamos und die letzte Königin von Troja.

Patroklos
= einer der griechischen Kämpfer vor Troja, Sohn des Menoitios und der Sthenele, der Freund und Waffengefährte des Achilleus.

Pyrrhus =
Pyrrhos I., * ca. 319/18 v. Chr.; † 272 v. Chr. in Argos, war ein antiker griechischer König. Vor dem historischen Hintergrund der Diadochenkriege war er in der Generation nach Alexander dem Großen einer der führenden Kriegsherren der frühhellenistischen Ära. Bekannt wurde er vor allem durch den nach ihm benannten Pyrrhischen Krieg gegen die junge Römische Republik. Trotz seiner letztendlichen Niederlage in diesem Krieg blieb im Gedenken sein militärisches Können in höchstem Ansehen. Der Begriff „Pyrrhussieg“ für einen zu teuer erkauften Erfolg leitet sich von seinem Namen ab.

Lapithen =
ein sagenhaftes Volk, das der griechischen Mythologie zufolge im antiken Griechenland gelebt haben soll.

Denkalionen*
= Die von Deukalion, dem Sohn des Prometheus („Vorausdenkender“) und der Pronoia („Vorsorge“). abstammende Familie.
* verm. ein Schreibfehler.

 Pelopiden =
Mit Pelopiden oder Tantaliden bzw. auch Atriden bezeichnet man in der griechischen Mythologie die Familie des Tantalos (bzw. Pelops oder auch Atreus), zu der etwa Agamemnon, Iphigenie und Orestes gehören.

 Pelasgern
= In der Antike die Bezeichnung für eine der ältesten Bevölkerungen Griechenlands.

Argos
= eine wichtige Stadt der griechischen Mythologie. Ursprünglich soll Argos Phoronikon geheißen haben, nach Phoroneus, dem Großvater des Argos und mythischen Gründer der ersten Handelskolonie auf der Peloponnes
     

Laut der Quellenangabe der Bayrischen Staatsbibliothek München, die diese Schrift besitzt, stammt die o. a. Übersetzung des altgriechischen Textes von Hebel und ist - bis 1858 - eine ungedruckte Arbeit von ihm. Zu Zeit und Grund für diese Arbeit gibt es aber keine weiteren Hinweise.

In wie weit der Herausgeber - Franz Weissgerber - tatsächlich den Hebelschen Text wiedergegeben hat, ist unklar, da er jedoch im Nachwort darauf hinweist, an welchen Stellen er eine andere Wortwahl getroffen hätte, kann man davon ausgehen, das die vorliegende Übersetzung tatsächlich die von Hebel gefertigte darstellt.

Dieser Text der Idylle von Hebel, unterscheidet sich jedoch erheblich von einer modernen Fassung,
wie sie z. B. in diesem Werk vorgenommen wurde:
Theokritos: Idyllen. In: Theokritos, Bion und Moschos, Stuttgart 1883, S. 80-87.
Nachzulesen ist diese Ausführung hier:
http://www.zeno.org/Literatur/M/Theokrit/Lyrik/Idyllen/15.+Die+Syrakuserinnen+am+Adonisfest

Der Punkt 2. - Ebendesselben... - bezieht sich auf eine Übersetzung von F. Weissgerber, der Text wird daher hier nicht berücksichtigt.

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