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Der Wolkenbruch in Türkheim
(1813)
Ein
ehemalig guter Bekannter des Hausfreundes tat im Oktober einen Streifzug
auf Wein in das Elsaß. Wie er in Türkheim abends in das Wirtshaus kommt,
sitzt der Präsident da bei einem Schöpplein, und ißt zwei Bratwürste,
eine nach der andern. „Herr Präsident", sagte der gute Bekannte, „treff
ich Euch hier an? Eher hätte ich des Himmels Einfall vermutet." Der
Präsident lächelt, und sagte: „Es ist alles möglich." Sie bleiben
beisammen, diskurieren allerlei miteinander, trinken auch allerlei
miteinander, gehn miteinander in das Schlafgemach, jeder in ein Bett
apart. Das Bett des guten Freundes hatte einen Umhang. Früh gegen Tag,
wenn man anfängt sich zu strecken, stemmte er sich mit den Füßen gegen
das untere Brett der Bettlade. Das Brett gab nach, der Betthimmel gab
auch nach. Ein paar Bretter, ein Haspel, zwei Paar Schuh etc.
Brastbergers Predigtbuch und eine große Flasche voll Kirschenwasser
stürzten herunter. Aber die Flasche zerbrach unterwegs an dem Haspel und
übergoß den guten Bekannten mit Kirschenwasser und Glasscherben. „Herr
Präsident kommt mir zu Hülfe!" - „Was ist Euch begegnet?" fragte der
Präsident. - „Ich glaube der Himmel der über dem Bett ist, sei
eingefallen." Da lachte der Präsident, und sagte: „Es kommt mir auch so
vor. Die Wolken hängen auch bis aufs Deckbett herunter. Sie sind von
Tannenholz. Hab ich Euch nicht gesagt, es sei alles möglich?"
Was
aber sonst noch von den Kometen gesagt werden könnte, das steht
geschrieben in dem Jahrgang des Kalenders 1810 und kann wiederkommen auf
1817, denn die Kometen halten in dem Kalender einen Zeitlauf nur von
sieben Jahren.
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