|
|
|
An Stelle von Hebels "halbem Bogen":![]() Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg meldet den verbündeten Monarchen den Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig. |
||
|
Eine ungedruckte Erzählung Hebels für
den Rheinländischen Hausfreund mitgeteilt von Karl Obser Bei der vom dem Antiquariat K. E. Henrici im Sommer d. J. zu Berlin veranstalteten gross Auktion von Autographen und Stammbüchern hat Geh. Hofrat Prof. D. M. Rosenberg für seine Badischen Sammlungen neben einer wertvollen, umfangreichen Korrespondenz Joh. Peter Hebels mit dem Heidelberger Pfarrer Wolf auch den handschriftlichen Entwurf des Dichters zu einem für den "Rheinländischen Hausfreund" bestimmten Beitrage erworben. 1 Die hübsche kleine Erzählung, der, wie die Schlussworte andeuten, auch eine bildliche Darstellung des Vorganges beigefügt werden sollte, behandelt die Siegesfeier nach der Völkerschlacht bei Leipzig. Sie ist in dem Kalender, für den sie geschrieben war, nie erschienen und bis heute unbekannt geblieben. Über die Gründe, aus denen die Veröffentlichung unterblieb, lassen sich verschiedene vermutungen äußern. Es mag sein, dass die Bemerkung "man habe wegen angeblicher Siege oft Victoria geschossen, wenn man sonst kaum mehr Kanonen übrig gehabt, in Karlsruhe im Hinblick auf die jüngste Vergangenheit empfindlich berührte und von der Censur, der sie unterlag, beanstandet wurde. Aber auch ein Anderer ist wohl denkbar. Wie wir wissen wurde im Herbst 1814, als der Kalender für 1815 schon gedruckt war, der Verkauf plötzlich untersagt, weil eine der Erzählungen: "Der fromme Rat" unverständlicher Weise Anstoß erregte. Hebel selbst aber wurde durch kränkende Massregel bestimmt, sich von der Herausgabe zurück zu ziehen. Auch als Mitarbeiter hat er zum Kalender 1816 nur noch 2 Beiträge beigesteuert. Andere mögen ungedruckt in der Mappe liegen geblieben sein, auch dann, als er 1819 vorübergehend noch einmal die Redaktion des "Hausfreundes" übernahm. Vielleicht hat aus ähnlichen Gründen die Erzählung, die hier folgt, ihr Schicksal geteilt. Sie lautet aber: [s. o.] | ||||
|
1 Katalog V nr. 1061 im Sommer d. J. = Datumsvermerk auf der Handschrift: 30.III. 11 (Da Rosenberg 1908 Geh. Hofrat wurde, entw. 1909 oder 1910) K. E. Henrici = siehe Wikipedia Geh. Hofrat Prof. D. M. Rosenberg = siehe Wikipedia Pfarrer Wolf = unbekannt |
||||
|
|
|
Gemälde: Johann Peter Krafft, 1817, Heeresgeschichtliches Museum Wien. Wikipedia, User: Pappenheim; gemeinfrei
|
||
| zurück |