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Der Ursprung: Hebels Quelle für
sein
Der
Kommandant und die [Badischen] Jäger in Hersfeld
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3. Die Karlsruher Zeitung enthält folgenden Auszug eines Schreibens aus Fulda vom 26. Febr. "Die Hersfelder haben bekanntlich nebst andern verübten Widersetzlichkeiten einen französi- schen Offizier getödtet. Der französische Kaiser befahl, ihre Stadt zu plündern, und dann in Asche zu legen. Auf Verwenden der Kommandanten von Kassel und Hersfeld wurde die Strafe dahin gemildert, daß nur vier Häuser verbrannt, die Plünderung aber vollzogen werden sollte. Der harte Tag erschien. Der Kommandant ließ die Bürger versammeln, um ihnen den Befehl des Kaiser bekannt zu machen, und sie nochmals vor aller Widersetzlichkeit zu warnen. Die Bürger- waren so erschroken, und so ohne Geisteskraft, daß sie der Kommandant selbst erinnerte, ihre besten Habseligkeiten auf die Seite zu schaffen. Darauf versammelte er seine Soldaten, (es war ein badensches Detaschement), stellte ihnen erst das traurige Schiksal der Bürger lebhaft vor, und sagte hierauf: Soldaten! die Erlaubniß, zu plündern, fängt jetzt an; wer von dieser Erlaub- niß Gebrauch machen will, der trete aus dem |
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Glied! Kein Soldat bewegte sich. Er
wiederholte den Aufruf, und kein Soldat bewegte sich. Die Freude der Bürger läßt sich mehr empfinden, als beschreiben. Sie schikten eine Deputation an den Kommandanten, um ihm für diese Großmüthig- keit zu danken, und boten ihm ein großes Ge- schenk an, welches er aber mit der Antwort, er lasse sich keine gute That mit Geld belohnen, ausschlug. Nur zum Andenken an euch, setzte er hinzu, erbitte ich mir eine silberne Medaille, auf der einen Seite die Stadt Hersfeld, auf der andern die Vorstellung des heutigen Auftritts. Dies soll das Geschenk seyn, welches ich meiner künftigen Gattin aus dem Krieg mitbringen will." |
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