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AN DANIEL EHRENFRIED STÖBER |
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Lembke schrieb mir, mein Theuerster, daß er selbst in wenig
Tagen nach Straßburg kommen würde. Ohne Zweifel ist dieses bereits
geschehen, und ich hoffe daß er Ihnen einen recht artigen Blumenstraus für
den Almanach werde mitgebracht haben. Zwar verlangte er von mir eine
Anzeige der Gedichte, die ich zur Aufnahme für die würdigsten hielte.
Allein ich hatte zum Theil unmöglich Zeit, ihm vor seiner warscheinlichen
Abreise mehr zu schreiben, und zu den Gedichten, die ich von ihm kenne,
einige Verbesserungen zu empfehlen, zum Theil kenne und besitze ich nur
wenige von ihm, kein einziges mehr, als die ich Ihnen gezeigt habe, eine
scherzhafte Correspondenz mit einem braven Mädchen ausgenommen, die nicht
wohl für den Druck seyn dürfte. Das Lied: Kennst du? theile ich Ihnen zwar
hier mit. Doch muß ich Ihnen bekennen, daß ich durchaus keine Berechtigung
von ihm habe, dieses namentlich zum Druck zu überliefern, am wenigsten so,
unverändert, wie es hier ist. Vielleicht haben Sie selbst von ihm die
Verwilligung dazu erhalten, vielleicht sogar eine verbesserte Abschrift.
Ist dis nicht, so legen Sie es lieber für das künftige Jahr zurück. — Von Herzen Ihr ergebenster J. P. H. d. 29 ten Aug. 1807.
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