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AN KARL PHILIPP KAYSER

   


Wohlgebohrener
HochzuEhrender Herr Direktor !
    






Sie werden nächster Tage das

iüngste Protokoll der Conferenz

zurück erhalten, während Sie
  
noch auf ein früheres wich-
tigeres warten. Sehen Sie
   
ia mich nicht für den an, der
   
die Sache aufhält. Die Zö-
   
gerung liegt an einem an-
   
dern Ort. Ich bin es einmal
   
mir schuldig Ihnen dis zu
   
sagen. Die Anträge find-
   
en neue Schwierigkeiten. Mö-
   
gen sie am Ende desto mehr
    
zu Ihrem Vergnügen u. zum
    
Wohl des Instituts ausfal-
  
len. Sie sorgen unterdessen
    
mit bekanter Treue für dassel-
   
be, so gut Sie könen. Die
     

     

50 Glden für den Relig. Unterricht    
hoffe ich noch zu retten. Diese
    
Verbilligung sollte keinem An-
   
stand unterliegen. Ich unter-
   
lasse nicht die Sache zu be-
   
treiben. Der Himel möge
   
Ihnen ein freudiges NeuJahr
   
eröffnen. Mit vollkomen-
   
ster Hochachtung
   


               Dero

CR. d. 31.December
                 1822.
   



                            ergebenster
                               Diener     
                                     Hebel
   

     

 

 

 

 

Wie in vielen seiner Texte schreibt Hebel auch hier stark bergauf, ich habe die Repro deshalb nach rechts gekippt, um die Transkription besser synchronisieren zu können.