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AN DAVID HESS

   

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Hochzuehrender Herr

Ihr biderer u. origineller Landsman
u. Freund Landolt ist mir in sei-
ner meisterhaften Biographie, de-
ren Bekanntschaft ich der Güte des
Herrn von Hirgel verdanke, so
lieb u. vertraut geworden, als
wen er mein eigener Freund u.
Landsman gewesen wäre, u. was
Sie mir von der Wirkung ei-
nes alemanischgen Gedichtes
auf ihn gefällig mitgetheilt
haben, hat mich erfreut u.
gerührt. Ein Exemplar dieses
schätzbaren werkes aus der
Hand seines edlen Vorfahren
der mich damit sein Wohl-
wollen erkenen läßt, ist mir
ein werthes u. erfreuliches
 

  Seite 2 Eigenthum. Nehmen Sie dafür, so
wie für das liebliche Röslein
von Jericho, gerne meinen auf-
richtigen u. recht inigen Dank
von mir an.
    Ich hatte die schöne Hoffnung
fast, Sie einmal, vielleicht
bald, hier persönlich zu begrü-
ßen, u. da nemlich Hoffnung
zu ihrer schätzbaren Bekant-
schaft zu gelangen u. steigert mei
nen inigen Wunsch, Gott weiß,
ob u. wan er erfüllt, Zürich
u. seine schöne Umgebung wie-
der einmal zu sehen. Ich
habe in der Vaterstadt Ihrer
Frau Gemalin die ersten
Wohltaten meines Lebens
u. der Richtung meines Schik-
sals erhalten, u. meine dank-
 
  Seite 3 bare Liebe u. Anhänglichkeit an
diese Stadt dehnt sich auf das
ganze Schweitzer Land aus.
     Sie sehen Herrn von Hirgel,
u. erfüllen mir gerne die
Bitte, ihm etwas Verbindli-
ches von mir zu sagen.
     Ich bin mit aufrichtiger
u. besonderer Hochachtung

             dero

Carlsruhe
den 12ten Febr.
             1821.            ergebenster
                                        Diener
                                            Hebel

 

 

 

Salomon Landolt (* 10. Dezember 1741 in Zürich; † 26. November 1818 in Andelfingen) war ein Schweizer Landvogt, Politiker, Militär, Landwirt und Maler.

Herrn von Hirgel: nicht eruierbar
 

Bei diesem Brief wurden mittels des bei der Zentralbibliothek Zürich liegenden Autographen mit der Signatur: FA David Hess 40.8. die exakte Schreibung Hebels sowie die Formatierung übernommen.

Leider ist der Autograph nach Angabe der Zentralbibliothek in einem konservatorisch so schlechten Zustand, dass ein veröffentlichbarer Scan zur Zeit nicht angefertigt werden kann.

 
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