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8.
Es gibt Menschen, von denen wir bei dem ersten Anblick unwillkürlich
zurückgestoßen werden. Etwas an ihnen ste seÿ es was es will scheint sie
zu verrathen und erinnert uns auf der Hut zu seÿn. Von /* Andre hingegen
ziehen werden wir uns mit unwiderstehlicher Gewalt an sich gezogen, ohne
daß wir in** mit ihnen Umgang oder Verkehr gehabt, ohne sie in
vorher ge*** auch nur gesehen zu haben, und verbürgen uns selber mit stillem Zutrauen
ihren Charakter. Es seÿ dahingestellt, ob eine eckige oder sanft
gewölbte Stirne, der offene u. gerade oder der verstohlene schiefe
Blick, die eingedrückte oder die Habichtsnase, die imer verschlossene
oder imer lächelnde Mine, die blaße oder rothe Farbe des Gesichts auch
die Haltung des ganzen Körpers, selbst der Gang u. das Spiel der Hände
dis allein bewirke oder ob auch eine verborgene Sympathie oder
Antipathie im Spiel seÿ. So viel ist richtig, daß auch eine ungünstige
Bildung durch edle Sitten gemildert ia verschönert werde****, u. ein
schlechter Charakter durch Schönheit von aussen, schlecht verschleiert
seÿ.
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Es gibt wiederum keine
Quellenangabe und keinen Hinweis darauf, zu welchem Text Hebel sich hier seine
Gedanken gemacht hat. * 'Von' wurde nachträglich vor
'Andre' eingefügt, ohne dass
das große 'A' korrigiert und ein 'n' ergänzt wurden
** 'in' wurde wohl aus Versehen bei der Streichung übersehen
*** 'in vorher' bei der Streichung von 'ge' (gesehen) vergessen
**** 'werde' zunächst gestrichen, dann jedoch durch Unterpunkten wieder
gültig gemacht. |
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