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9.
Wir senken das Haupt mit einem leichten Knicks vorwärts, wen wir Ja
sagen wollen, und schütteln es mit einer andern Bewegung, um Nein zu
sagen oder etwas zu verweigern, und diese Weise scheint uns so zweckmäßig
zu seÿn, daß wir in ihr nicht etwa eine Gewohnheit sondern die Natur
selbst zu beobachten scheinen. Und ich will der nicht seÿn, der es
läugnet, daß das nicht durch Verabredung frühe so geworden, sondern
iedem Menschen gleichsam angeboren seÿ. Aber was folgt daraus?
Vielleicht verrathet sich darin die menschliche Natur, daß sie
bereitwilliger seÿ, mit Ja zu erfreuen als mit Nein zu betrüben, da das
Zunicken leicht u. von selbst geschieht, das Hin u. her drehen des
Hauptes aber einiger Maßen mit Mühe und Widerstand der Muskeln von
statten geht. Widerholt zur Probe funfhundertmal dies stimen
Ja u. Nein, und last sehen, welches das beschwerlichste seÿ.
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Collum torque
pronum
non sine nilu, repug
nantiben etc.
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Es gibt auch hier keine
Quellenangabe und keinen Hinweis darauf, zu welchem Text Hebel sich hier
seine Gedanken gemacht hat. Die
Funktion der rechts neben dem eigentlichen Text aufgeführten lateinischen
Wörter ist unklar, auch sind nicht alle in dieser Form in Wörterbüchern zu
finden (wobei eine korrekte Transkription auch nicht sicher ist).
Möglicherweise ist der Text ursprünglich ein Entwurf für das Lateinischen Stilbuch.
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collum torque = Hals und Nacken
pronum = anfällig
non sine = nicht ohne
nilu = nicht?
repug = unvereinbar
nantiben = unbekannt
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