19 - b.  Über Gänselebern und Flaum Konvolut 3 / Text

(Original ohne Titel)

 

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Wer sollte es glauben, daß selbst über Gänselebern und distr* Flaum, ein gelehrtes Wort sich sprechen lasse? Schon ein viel genanter aber weniger gelesener Schriftsteller unter Vespasians Regirung sagt bemerkt, daß den Gänsen, durch Stopfen die Leber zu einem großen Umfang wachsen, und wen sie schon ausgenomen sind in süßer Milch noch größer werden. Ob Scipio Metellus** consularische Hoheit, oder Marc. Stestius** sein Zeitgenoße u. ein römischer Ritter zuerst auf dieses Gericht gekomen seÿ, ist nicht klar zu bekomen, was iedoch dem Geschmack desselben nichts benimt. Ob sich die Römer auch mit dem Fleisch befaßt haben möchte man zweifeln den das zweite, was sie nach der Leber lifern ist besagtem Schriftsteller der Flaum. Sie werden an einigen Orten zweimal des Jahres gerupft. Der aus Deutschland war der gepriesenste. Das Pfund kostete 5 Denarien. Es fällt wurde den Komandanten der Hilfstruppen zur Last gelegt, daß sie ganze Cohorten von den Pikotren* aus auf die Gänseiagd aus einander gehn lassen und die Weichlichkeit ging so weit daß ein Paladin der vor um den Hals selbst den Männern unentbehrlich wurde.***

 

 

 

 

   

 

Zu diesem Text gibt es keine Quellenangabe.

* und * = Wort so gelesen, unbekannt

** Beide Personen sind nicht zu eruieren. Die einzige als Scipio Metellus bekannte Person war
Publius Cornelius Scipio Nasica, der aber von ca. 100 - 46 v. Chr. lebte, was gar nicht zu Vespasian passt (ev. hat Hebel da etwas verwechselt).

*** Sinn des Satzes, insbesondere der 2. Hälfte unklar - vermutlich hat Hebel beim Schreiben einen Einschub vergessen.