16 - 3.  Frühling - Blühen der Blumen und der Evangelien Konvolut 3 / Text

(Original ohne Titel)

 

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Ists Verständigkeit oder Zufall oder nach verborgenem Geist gefügt? In den Frühlings Wochen wo alles blüht zwischen Ostern und Pfingsten erscheint auch allemal die Blüthe der Evangelien in den Sonntagstexten, von der Auferstehungsgeschichte an des Erstlings von den Todten, dieser unverwelklichen Primula Veris, bis am Pfingstfest der beleuchtende Geist hinab steigt. Lauter sanftes Wehen u. Duften des Sontags in uns u. außer uns. Es ist die Weihungszeit für die religiösen Gefühle wenigstens eines Iahres. Wer* sie nicht entfacht oder animirt, kan ein unfruchtbares Iahr bekomen.
Umgekehrt sind alle Sternenblumen und alle blühenden Apfelbäume schöne Evangelien des Iahres, aber nach Trinitatis wen alles sich in Frucht bildet u. vervielfältigt, komen die Wunder.

 

   

 

 

 
   

 

Es scheint sich hier um den 26. Text einer (auch seitenübergreifenden und vermutlich in einem Zuge geschriebenen) Abfolge zu handeln, von der jedoch bei diesem Konvolut lediglich noch 7 Stück (Nrn. 26 - 31) zu finden sind. Ob die "Bilder des Todes" (Nrn. 1 - 7) hier dazu gehören, ist nicht bekannt.

* mehrere Wörter übereinander geschrieben, daher nicht klar lesbar - 'Wer' ergibt am ehesten Sinn