| zurück | Basel - der Münsterplatz | |
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Stich von M. B. Wachsmuth nach einer Zeichnung von Emanuel Büchel (1764) Staatsarchiv Basel. Der Münsterplatz liegt vor dem namensgebenden Münster im Zentrum der Stadt, gehört zu deren ältesten Plätzen und wird von vielen, mehrere hundert Jahre alten, ehemaligen Domherrenhäusern gesäumt. Das letzte Gebäude in der rechten Reihe, gegenüber der Westfassade des Münsters, ist die "Lateinschule auf Burg", Hebels 'Münsterschule', das spätere bzw. heutige Gymnasium am Münsterplatz. * Die zweite, kaum minder geliebte Heimat neben Hausen winkte in Basel, wohin Hanspeter der Mutter für die Sommermonate folgte. Der Sohn der Wittib war im Hause Iselins wohlgelitten. Dort nahm man regen persönlichen Anteil an seiner Entwicklung und suchte sie nach Kräften zu fördern. Dergleichen wäre schwerlich der Fall gewesen, wenn nicht der Knabe durch sein aufgewecktes, zutunliches Wesen den Weg zum Herzen des Majors und seiner Gattin gefunden hätte. Als nach dem Tode des Hausherrn im Juni 1772 Frau Hebel ein ansehnliches Legat zufiel, war dieses ohne Zweifel auch der weiteren Erziehung und Ausbildung des Zwölfjährigen zugedacht. In Basel zählte Hebel in den Sommermonaten 1766 bis 1768 zu den Zöglingen der Gemeindeschule von St. Peter. Im Sommersemester 1772 hat er nachgewiesenermaßen der dritten Klasse des Gymnasiums angehört. In der Platzordnung . behauptete er sich im Mittelfeld; er war der zwölfte unter fünfundzwanzig Schülern. Als Klassenkameraden so mancher Basler Bürgersöhne eröffneten sich ihm zugleich die Elternhäuser. Die Stadt selbst kannte der Knabe bis in ihre entlegensten Gassen und Winkel; wußte er später doch noch mit Stolz zu rühmen, sich unter die Ortskundigsten zu rechnen. Jedenfalls erwuchs in jenen Jahren ein starkes Heimatgefühl, das den Dichter zeitlebens mit der Münsterstadt am Rheinknie verknüpfte. * So wundert es uns nicht, wenn Hebel aus Karlsruhe schreibt: Vor einigen Tagen lernte ich den Herrn Graveur Huber von Basel hier kennen. So einer kommt mir recht. Er mußte durch alle Gassen und Gäßlein mit mir schlupfen. Am Ende gestand er mir, daß ich Basel besser kenne als er. |
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* Originaltext: Johann Peter Hebel; |