Die Briefe an Christof Gottfried Haufe
 

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Christof Gottfried Haufe, 1775 - 1840, Hebels ehemaliger Lörracher Schüler,
übte zunächst das Handwerk eines Goldschmiedes aus, übernahm später eine Baumwollspinnerei und schließlich eine Papierfabrik in Seelbach bei Lahr. Hebel verfolgte die wechselvollen Schicksale der Familie mit reger Anteilnahme. Er, der Junggeselle, wurde zum väterlichen Berater, zum guten Geist des Hauses.


„Oh, was hab ich in Straßburg für gute Menschen gefunden!", rief im Mai
 1805 der fünfundvierzigjährige Hebel aus, nachdem er von einem sechstägigen Aufenthalt an der Ill nach Karlsruhe und in die Schulstube zurückgekehrt war.

Mit Genugtuung stellte er fest, daß er in Straßburgs Gassen und Straßen den „Geruch" seiner Geburtsstadt Basel wiedergefunden habe, und der Münsterturm, dessen Besteigung er sich nicht hatte entgehen lassen, wurde von ihm zum „Beleben aller Kirchtürme" erhoben. Im Kreise der Familie Haufe fühlte sich der Gast in die glücklichsten Zeiten seines Lörracher Präzeptoriats zurückversetzt.


 
   
   

Die Auswahl der o. a. Zitate orientiert sich an:

Johann Peter Hebel: Briefe; ausgewählt und eingeleitet von Wilhelm Zentner;
C. F. Müller, Karlsruhe & Langewiesche-Brandt, Ebenhausen bei München, 1976