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AN EHRENFRIED STÖBER

   

Sie empfangen, Theuerster und Geehrtester mit dem nächsten Botentag meine iungen Zwillinge, die biblischen Geschichten, von denen zwar die gelehrte Welt, obgleich bei Cotta gedruckt, noch nicht viel Notiz hat nehmen wollen, so daß es fast scheint, es sey nicht einmal viel daran. Allein ich suche diesmal meine Recensenten wirkl. nicht in den gelehrten Stuben, sondern in den Kinderstuben und bei den Gemüthreichen, wie Herrn Ehrenfried Stoeber. Möge das Werklein nur diesen nicht misfallen.

Sie geben mir einen schätzbaren Beweis Ihrer freundschaftlichen Gesinnungen durch das Vorhaben, meinen Namen in die neue Ausgabe Ihrer Gedichte aufzunehmen. Kurz und einfach, um das darf ich einen Mann wie Sie nicht erst bitten. Ich bin zufrieden, wenn Ihre zahlreichen Leser an zwei Worten merken, daß Sie mich werthschätzen und mir gut sind.

In aufrichtiger Hochachtung und Freundschaft Ihr ergebenster      Hebel              


Carls, d. 10. Febr. 1825.