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AN DANIEL EHRENFRIED STÖBER

   

Theuerster Freund!

Der Spatz ist in Ihren Händen, und ich wollte daher sagen: lassen Sie ihn fliegen! Aber ich besorge, er sey schon geflogen. Es schwebt mir dunkel vor. Doch kann es nur in der Iris gewesen seyn, oder in Schnetzler's Wochenblatt. Ich kann aber in keinem von beiden nachsehen. Vielleicht weiß es Schnetzler. Sollten Sie ihn in die Alsa aufnehmen wollen, so müßte ich bitten, in einer Note zu sagen, wie lange es schon ist, daß er für eine andere Bestimmung Ihnen von mir geschickt worden, weil ich seitdem viele Ansprüche von der allem. Muse mit der Versicherung abgewiesen habe, daß sie verstummt sey, wie sie es wirkl. ist. Der Spatz könnte mir sonst neue Anfechtungen bereiten, und ich könnte das nämliche nimmer sagen, oder man glaubte mir nimmer. Herzlich Ihr ergebenster

H.                   

d. 17 ten Nov. [1816].