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AN DANIEL EHRENFRIED STÖBER

   

Karlsruhe [Anfang August 1807]       

Ich habe, mein Bester, das Paket an Sie nach Straßburg addressirt, weil ich nicht weiß, ob die Böttinn, die nicht hier, sondern in Mühlburg wohnt bei Tag oder Nacht, zu mal in dieser heißen Zeit, durch Bischofsheim fährt.

Sie finden darinn nicht mehr alles, was Sie auf die Seite legten, doch aber einigen Ersatz. Warlich der Credit Ihres Almanach liegt mir zu sehr am Herzen, als daß ich Ihnen den Schwarzwälder, der schon in dem Freyburger Intelligenzblatt steht, und die Charade, die schon vor Jahren in dem hiesigen stand, zum nochmaligen Abdruck überlassen könnte, zu mal da auch das Neuiahrslied, das Sie bekommen, schon in der Zeitung, und das Sommerlied in einem Landcalender stand. Ohnehin ist der Schwarzwälder ganz auf eine dem elsässischen Leser fremde oder doch uninteressante Lokalität berechnet.

Ich bitte Sie in dem Pfarrhause und in dem Haus des Herrn Kirchenschaffners mich zu empfehlen. Ich denke gerne an die wohlwollende Aufnahme, die ich in beiden Häusern gefunden und an die angenehmen Stunden, die ich in Bischofsh. zugebracht habe. Aber Ihr schmuckes Bräutlein küssen Sie mir noch extra.

J. P. H.