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AN MARIE KAROLINE SCHNEEGANS

   

[4. August 1821]         

Ich bin Ihnen noch ein Brieflein, und für Ihre Freundlichkeit und Liebe, noch viel mehr als ein Brieflein schuldig, deswegen habe ich mich Ihnen heute selbst bringen wollen, wiewohl ich auch in der Abwesenheit, und überhaupt ganz der Ihrige bin. Mad. Haufe wird Ihnen sagen, warum ich nun vom Bühler Thal aus, auf einmal, statt nach Straßburg, den Umweg über Carlsruhe nehme, und mich dort noch einige Wochen aufhalte. Bleiben Sie nur mit Ihrem lieben Gatten, bis ich komme, gut und freundlich,
so gut, wie Sie damals, als Sie mich mit Ihrem Schreiben erfreuten, und immer waren. Ich grüße und liebe Sie alle, und meine Pathe fast noch extra, wenn sie mir schon nicht hat schreiben wollen. Ich gebe ihr ietzt noch 6 Wochen Zeit, wer weiß was sie unterdessen thut. Mit herzlicher Freundschaft und Liebe

 Ihr ergebenster       Hebel