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AN FRIEDRICH AUGUST NÜßLIN

   

Ich bitte Sie, theuerster und geliebtester Freund, Ihrer edeln Gattinn und sanften Gebieterinn, die ich mit Ihrer Erlaubniß auch die meinige nenne, weil sie mich mit Aufträgen an die Unsichtbare beehrt, inliegendes Schreiben zu überreichen und ihr recht viel Schönes von mir, das heißt, in meinem Namen dazu zu sagen.

[Der folgende Inhalt betrifft amtliche Angelegenheiten bis zum Schlüsse.]

Zu dem Vielen, womit Sie mich erfreuen, rechne ich das wirksame Patrocinium, welches Sie den armen biblischen Geschichten angedeihen lassen, die anderswo schon finstere Gesichter gefunden zu haben scheinen.

Ich schließe dieses Jahr und diesen Brief mit meinen besten Wünschen und Empfehlungen.

Von ganzem Herzen in allem Wechsel der Zeiten

Ihr ergebenster Freund     Hebel           

Den 31. December 1824.