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AN FRIEDRICH AUGUST NÜßLIN

   

... Als Professor ist er nicht vorgeschlagen, und soll es auch, wenn er allen Wünschen entspricht, nicht so geschwind wie W[inter]-Werber werden, wenigstens nach meiner Meinung. Ich halte es für Mißbrauch, daß man mit diesem Titel, der noch den würdigsten Gelehrten ehrt, an unsern zwei Mittelschulen so freigebig ist und durch diese Verleiung die iüngsten Lehrer mit den ältesten und verdientesten auf gleiche Linie stellt und über ältere an den rein evangelischen Schulen hinaufhebt. Doch davon ein andermal. Die Verwüstungen durch die Überschwemmung sind in der hiesigen Umgegend sehr groß, und man sieht noch traurigeren Nachrichten aus den Gebirgs- und Rheingegenden entgegen. Das Oberland scheint noch verschont zu seyn.

Den Verehrten und Lieben Ihres Hauses meine respektvollen und freundlichen Grüße. Ich bin mit unverändert herzlicher Liebe und Freundschaft

Ihr ergebenster     Hbl.          

d. 1. Nov[ember 1824].

 

 

   

Über die Besetzung der durch Ernennung des
Professors Winterwerber zum Pfarrer in Hohensachsen
erledigten Lehrstelle am Mannheimer Lyzeum.
Hebel rechtfertigt die Wahl des Pfarrkandidaten Haag,
die Nüßlin nicht billigt.