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AN FRIEDRICH AUGUST NÜßLIN

   

Ich übersende Ihnen, theuerster Freund, ein Exemplar der biblischen Geschichten, wovon Sie einige Bogen schon mit so erfreulichem beifall aufgenommen haben. Möge etwas davon auch dem Ganzen zu Theil werden. Welches Urtheil könnte mir ermuthigender und belohnender sein.

Ich suche diesmal den Beifall mehr als sonst, wiewohl auch sonst am liebsten, nicht in der Welt meiner Recensenten, sondern in Familienkreisen, in der Kinderwelt, und wo zuerst als in dem Hause, wo die Liebe fromm und zart erzieht.

Was Doll, der böse Wegschnapper, gethan hat, weiß ich. Aber Sie legen einigen Werth auch auf das Exemplar, was unmittelbar aus des Freundes Händen kommt.

Das Schnupftuch und die Bürste werden Sie durch Herrn L. ... erhalten haben, noch gerade so, wie ich es eine halbe Stunde nach Ihrer Abreise aus dem Gasthof zurückerhalten habe.

Meine besten Grüße und Wünsche Ihrem freundlichen, gütigen Hause. Mit herzlicher Freundschaft und Liebe.

Ihr ergebenster      Hebel             

Karlsruhe, den 11. Januar 1824.