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AN FRIEDRICH WILHELM HITZIG

   

[Über Vergebung eines Stipendiums aus der von Gcusau'schen Stiftung an einen Schulmeister des Oberlandes.]

. . . Wenn du noch einen alten Gr.[oßen] Catechismus von einer Ausgabe hast oder auf treiben kannst, worin die lutherische Religion als dieienige, bei der allein man selig werden könne, angegeben wird (die Frage steht ganz vorne), so könntest du durch dessen Mittheilung mir und ich dem K[irchen] Rath Brunner einen Gefallen, dem KR. Ewald aber einen Schabernack anthun.

Welche schweren Stürme bedrohen wieder unser unglückliches Vaterland — Unius ob noxam, nemlich Alexanders et furias Aiacis Oilei, nemlich Napoleons. Gott nehme euch in seinen Schutz und lasse, was geschehen soll, wenigstens schnell vorüber gehn. Wenn ich nur eine Stunde bei euch seyn und dir meine Gedanken, die ich dem sichersten Brief nicht anvertrauen möchte, im Garten unten oder den Teichen entlang mittheilen könnte, wo es iezt, ach wie schön, seyn muß. Meine herzlichen Grüße deinem Hause und dem biedern Gottschalk.

Herzlich Dein     Parm.              

14. Apr. [18]15

 

 

   

(Text unvollständig lt. Hitzigs Nachlass)