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AN MORITZ BECK

   

    
Ich theile mit Ihnen theuerster Herr    
Beck, alle Ihre Freude an der schönen
    
Wanderung Ihres Schicksals, u. an
    
der heiteren Aussicht, die Ihnen nun
    
offen ist, ia ich habe sogar noch ei-
    
nen Gruß von Ihnen xxx, ei-
    
ne große Rechtfertigung. Sind nicht
    
meine Hoffnungen, fast möchte ich
      
sagen, meine Weissagungen wohl
    
erfüllt worden? Ich habe nie dar-
    
an gezweifelt, u. war ganz ruhig
    
dabei, daß der Hi
mel noch ein    
Plätzlein für Sie , u. einen Weg da-
    
zu wüßte weist, u. hätte genau
    
meine Überlegungen zu den Ihri-
    
gen machen mögen, wenn Sie oft
    
ku
mervoll in die unsichere Zu-    
kunft schauten. Herr Berkmüller
*   
war der erste, der mir die Nach-
    
richt mittheilte, u. ich weiß nicht
    
ob er mir etwas erfreulicheres
    
hätte sagen können. Gott beglücke
    
Sie nun ferner, u. segne Ihre gu-
    

     

ten Bemühungen  in Ihrem neuen schö-    
nen Wirkungskreis. Wen er, so wie
    
Sie, selben aufsucht u. zu Pestalozzi
    
führt, mit dem meint ers gut, u.
    
erwartet etwas von ihm, um mensch
-    
lich zu reden. Grüßen Sie von mir
    
den lieben hochverdienten Ma
n, u.    
sagen Sie ihm, daß Sie mich ken-
    
nen. Ich weiß, zu, zu meiner großen
    
Freude, daß er mir gut ist.
    
Sie machen mir Hoffnung, Sie im
    
So
mer zu sehen. Aber früher schrei-    
ben Sie mir doch noch einmal u.
    
sagen mir, wie Ihre Verhältniße
    
Sie ansprechen.
    
Ich bin mit aufrichtiger Werth-
    
schätzung u. Liebe
    

                           Ihr
    

CR. d 24 Nov. 1817
                                  ergebenster
                                          Hebel

   

 

Der Brief weist nicht die übliche Hebelsche Anrede auf,
möglicherweise fehlt die gesamte 1. Seite

 

 

* = nicht zu deuten

** = Karlsruher Stadtbaumeister