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49. Das Begräbnis.

 

Die Kreuzigung des Herrn geschah an einem Freitag. Selbigen Abend brach der Sabbat an des Osterfestes, ein sehr heiliger Tag bei den Juden. Deswegen mußten die Gekreuzigten am nämlichen Tage abgenommen werden. Ehe sie den Leichnam Jesu herabnahmen, stach ihn noch einer der Kriegsknechte mit einem Speere in die Seite. Es floß Blut und Wasser aus der Wunde. Während aber als die Freunde Jesu bekümmert waren, was dem Leichname des teuren Erblaßten noch für eine Unehre widerfahren könnte, kam der reiche und vornehme Ratsherr Joseph von Arimathia zu Pilatus und bat ihn, daß er ihm den Leichnam Jesu zur Begräbnis überlassen wolle. Es kam auch Nikodemus. Diese beiden übernahmen den entseelten Leichnam und wickelten ihn mit kostbaren Gewürzen in eine feine Leinwand ein. Joseph besaß nicht weit von dem Orte, wo der Herr gekreuziget war, einen Garten. In dem Garten war ein zubereitetes neues Grab, in welchem einst er selbst wollte begraben werden. Es war in einen Felsen eben hineingehauen. In das Grab legten den Leichnam Jesu seine Freunde und wälzten vor die Öffnung einen großen, schweren Stein, als wenn jetzt alles am Ende wäre.