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42. Verkündigung von der
Zerstörung Jerusalems und dem Jüngsten Gericht.
Als sie aus dem Tempel gingen und
diesen großen Bau noch einmal betrachteten, sprachen zu Jesu die Jünger:
»Herr, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!« Sie freuten
sich, daß sie auch zu einem Volk gehörten, welches einen solchen Tempel
hatte, wie man noch heutzutag sich freut und fast etwas darauf
einbildet, wenn man eine schöne und reinlich gehaltene Kirche hat. Jesus
sprach zu ihnen: »Seht ihr das alles? Wahrlich, ich sage euch, es wird
hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.
Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei. Es wird sich empören
ein Volk über das andere, und ein Königreich über das andere, und werden
sein Pest und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. — Sie werden euch
verfolgen und überantworten in ihre Schulen und Gefängnisse. Sie werden
euch vor Könige und Fürsten ziehen, und ihr werdet gehasset werden von
jedermann um meines Namens willen. — Wenn ihr aber sehen werdet die
Stadt Jerusalem mit einem Kriegsheer belagert, dann merket, daß die Zeit
ihrer Verwüstung da ist.«
Bei dieser Gelegenheit sprach Jesus auch von der letzten Vollendung
aller Dinge und von seiner Wiederkunft zum Gericht am Ende der Welt.
Von seiner Wiederkunft zum Gericht sprach er also:
»Wenn des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle
heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner
Herrlichkeit: und werden vor ihm alle Völker versammelt werden, und er
wird sie voneinander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den
Böcken scheidet; und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die
Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner
Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters: ererbet das Reich, das
euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! Denn ich bin hungerig gewesen,
und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich
getränkt. Ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherberget.
Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank
gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr
seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungerig gesehen, und haben dich gespeist?
Oder durstig, und haben dich getränkt? Wann haben wir dich einen
Fremdling gesehen und beherberget, oder nackt und haben dich bekleidet?
Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir
gekommen? Der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich
sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten
Brüdern, das habt ihr mir getan. Dann wird er auch sagen zu denen zur
Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das
bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Ich bin hungerig gewesen, und
ihr habt mich nicht gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich
nicht getränket. Ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht
beherberget. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet.
Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da
werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich
gesehen hungerig oder durstig oder einen Fremdling oder nackt oder krank
oder gefangen, und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten
und sagen: Wahrlich, ich sage euch: was ihr nicht getan habt einem unter
diesen Geringsten, das habt ihr mir nicht getan. Diese werden in die
ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben.«
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