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25. Das Bekenntnis der
Jünger.
Als die Leute sahen, wie sie Jesus
mit so wenigen Mitteln wunderbar erquicket und gesättiget hatte,
sprachen sie: »Dieser ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen
soll.« Ja, sie wollten ihn törichterweise zum König machen. Aber er
entzog sich ihnen und ging auf einen Berg, wo er mit Gott redete; denn
sein Königreich ist nicht von dieser Welt.
Des andern Tages aber in Kapernaum, als sie Jesus wieder zu einer Gott
wohlgefälligen Denkungsart ermahnte, meinten doch wieder etliche, es sei
nicht genug, daß er sie mit irdischem Brot gesättiget habe: Moses habe
ihren Vätern Brot vom Himmel gegeben. Solche Ausflüchte suchen die
Menschen, denen es nicht ernst ist, gottselig zu sein. Sie wollen um
Lohn fromm sein, nicht aus Liebe und Vertrauen.
Jesus aber sprach zu ihnen das geheimnisvolle Wort: »Eure Väter haben
das Manna gegessen in der Wüste und sind gestorben. Ich bin das Brot des
Lebens, das vom Himmel kommt.« Damals verließen ihn viele von seinen
Anhängern und wandelten nicht mehr mit ihm. Da sprach der Herr zu seinen
Jüngern: »Wollt ihr auch von mir weggehen?« Petrus antwortete ihm:
»Herr, wo sollen wir hingehen? Du hast Worte des ewigen Lebens, und wir
haben geglaubt und erkannt, daß du bist Christus, der Sohn des
lebendigen Gottes.« Je mehr man Jesum kennt, desto weniger will man ihm
untreu werden. Jesus antwortete ihnen: »Habe ich nicht euch zwölfe
erwählt, und einer von euch ist ein Teufel?« Er meinte den Judas
Jschariot.
Bei einer andern Gelegenheit fragte er sie: »Für was halten mich die
Leute? Wer sagen sie, daß des Menschen Sohn sei?« Sie sprachen: »Etliche
sagen, du seist Johannes der Täufer. andere, du seist Elias, noch
andere, du seist der alten Propheten einer.« — Aber Johannes war ja
enthauptet. Wer konnte ihn für Johannes halten? Antwort: Ein böses
Gewissen. Herodes fürchtete sich und sprach: »Es ist Johannes der
Täufer, den ich enthauptet habe. Darum tut er solche Taten.« Ein böses
Gewissen und geheime Furcht vor den Toten sind gerne beisammen. Ein
gutes Gewissen hat sich vor niemand zu fürchten, nicht einmal vor den
Lebendigen, noch weniger vor den Toten. Jesus fragte weiter seine
Jünger: »Wer sagt denn ihr, daß ich sei?« Petrus sprach abermal: »Du
bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn.«
Damals sagte auch Jesus seinen Jüngern seine künftigen Schicksale
voraus, daß er müsse nach Jerusalem gehen und viel leiden von den
Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und am dritten
Tag auferstehen. |