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23. Aussendung der Jünger.
Einmal sendete Jesus auch die zwölf
Jünger aus, daß sie in den umliegenden Gegenden das Reich Gottes
ankündigten und die Kranken heilten. Er wollte sie, solange er noch bei
ihnen war, an ihren künftigen Beruf und an die Gefahren ihres Berufs
gewöhnen; denn sie waren anfänglich gar furchtsam, nachher zwar auch
noch. »Siehe,« sprach er, »ich sende euch wie Schafe mitten unter die
Wölfe. Fürchtet euch nicht! Hütet euch aber vor den Menschen. Denn sie
werden euch überantworten in ihre Rathäuser und werden euch geißeln in
ihren Schulen, und man wird euch vor Fürsten und Könige führen um
meinetwillen. Ihr werdet gehasset werden von jedermann um meines Namens
willen. Wer aber bis ans Ende beharret, der wird selig. — Der Jünger ist
nicht über seinen Meister, noch der Knecht über seinen Herrn. — Was ich
euch sage in Finsternis, das redet im Licht, und was ihr höret in das
Ohr, das prediget auf den Dächern! Fürchtet euch nicht vor denen, die
den Leib töten und die Seele nicht mögen töten! Fürchtet euch aber
vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben mag in die Hölle! — Kauft
man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Noch fällt derselben keiner
auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch die Haare auf euerm
Haupte alle gezählet. Darum fürchtet euch nicht!« Es ist alles erfüllt
worden, wiewohl nicht das erstemal schon. Gott führt die Menschen nicht
sogleich auf einmal in ihre schwersten Prüfungen. — Das erstemal gingen
die Jünger im Schutze Gottes hin und verkündigten das Evangelium und
kamen wieder, nicht anders, als wie Säeleute zu tun pflegen. Sie gehen
hin und streuen die Saat aus und kommen wieder heim. Hernach bekümmern
sie sich weiter nicht mehr viel darum. Die fruchtbaren Sämlein liegen in
der Erde; manches geht zugrunde; aber die übrigen gehen selber auf, wenn
ihre Zeit da ist.
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