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13. Heilung eines Gichtbrüchigen.
Einst brachten sie einen
gichtbrüchigen Menschen auf einem Tragbettlein zu Jesu, daß er ihn
heilte. Der arme Mensch war so krank, daß er nicht gehen konnte. Als sie
aber mit ihm an das Haus kamen, in welchem Jesus sich befand, waren
daselbst so viele Leute versammelt, und es standen so viele vor dem
Eingang des Hauses, daß ihn die Träger unmöglich hineinbringen konnten.
Deswegen trugen sie ihn auf das Dach und ließen ihn durch das Dach
herab, daß er zu dem Herrn käme, ob er ihn heilen möchte. Wie kann man
einen kranken Menschen auf einem Tragbett auf ein Dach bringen, wenn so
viele Leute vor dem Hause stehen, daß man nicht zur Tür hineinkommen
kann? Antwort: Die Dächer lagen damals, wie noch heutzutag in heißen
Gegenden, flach und eben über den Häusern und waren nicht mit der jetzt
gewöhnlichen Art von Ziegeln gedeckt. Der Raum war mit einer Brustwehr
eingefaßt. Man kam daselbst zusammen; man verrichtete Geschäfte; man
verrichtete sein Gebet daselbst. Es führten auch wohl an einer
Nebenseite des Gebäudes Treppen von außen hinauf. Dazu waren die Häuser
meistens sehr niedrig gebaut. Aber auf einer solchen Treppe konnte der
Kranke ohne ungewöhnliche Mühe auf das Dach oder den sogenannten Söller
und von da in das Haus gebracht werden, und verständige Kinder wollen
etwas nicht sogleich für unmöglich halten, weil sie es aus Mangel an
gehörigen Kenntnissen dazu nicht geschwind begreifen können. Sonst wäre
noch vieles unmöglich, was doch täglich geschieht.
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